Atonement
Großbritannien, Frankreich 2007
Start: 08.11.07
Regie: Joe Wright
Drehbuch: Ian McEwan, Christopher Hampton
Darsteller: Keira Knightley, James McAvoy, Romola Garai, Saoirse Ronan, Brenda Blethyn, Vanessa Redgrave, Juno Temple, Alfie Allen, Michelle Duncan, Benedict Cumberbatch

Kritik: Eine Flucht sollte es sein, eine Freiheitsbekundung, ein süßes Seufzen hinaus in Wald und Wild, während ihre Lippen vor wildem Verdruss kleben. Doch im wütenden stieren der Sonne 1935 ist es ein Akt der Gewalt, viel mehr Schmach als Demut, den die dreizehnjährige Briony (Saoirse Ronan) auserkor, ihr Theaterstück zu komplettieren. Ein anderer Blickwinkel befällt ihr Herz in Eifersucht – einfach ein Malheur des Schattens, der verdrehten Apokalypse von Perspektive und mannigfaltigem Schein. Alsda Brionys wunderschöne Schwester Cecilia (Keira Knightley) am Brunnen mit Robbie (James McAvoy), dem Sohn der Hausverwalterin, steht, befällt sie einfach eine Tugend, die in Sünde wandelt, bis sie in Sühne vollendet stirbt. Cecilia steht halbnackt im Wasserbad, mit nichts als einem Hauch Stoff bekleidet, der halbherzig ihre Scham versteckt; Robbie vor ihr, des Begehrens wild. Während des nächtlichen Festes kollabiert die Handlung schnell ungestümer Liebschaft in einer fahrigen Erotik in der Bibliothek, als im Wald wenig später ein minderjähriges Mädchen vergewaltigt wird. Briony, noch traumatisiert von den Geschehnissen des Tages wandert mit Taschenlampe und schnelllebiger Gedankenkonstruktionen herum, sieht plötzlich auf einer kleinen Lichtung zwei Menschen wälzen, erschrickt, schreckt den Schänder auf … und meint Robbie erkannt zu haben.







