Kinostarts vom 22.02.07

Letters from Iwo Jima

Von Clint Eastwood die letzten Jahre nichts gehört zu haben ist unvorstellbar. Erst wagte er einen Neubeginn mit seinem starken Drama „Mystic River“, das darstellerisch gut wegkam (Oscars für Sean Penn und Tim Robbins), 2004 legte er mit sportlicher Finesse und größtem Erfolg („Bester Film“ 2005) das „Million Dollar Baby“ hin. Sein zweiteiliges Kriegsepos um die Schlacht von Iwo Jima stellt nun nach den Amerikanern in „Flags of our Fathers“ das japanische Regiment dar, ein Haufen junger Burschen, die nichts als Frieden wollten und letztendlich den Tod sahen. Ausgewaschen wirkt die Kamera, die über den schwarzen, später blutgetränkten Strand fegt und die Ausweglosigkeit eines Krieges darstellt, der in seiner Sinnlosigkeit nur tragisch enden konnte.

Pan’s Labyrinth

Schönheit, ein bloßes, leeres Wort, nur mit den Augen fass- mit dem Herzen fühlbar. Ein Mexikaner, um genau zu sein Trashfilmer („Blade II“, „Mimic“, „Hellboy“) Guillermo del Toro, schafft es diesen Fetzen auf eine Leinwand zu zaubern, die Ewigkeiten von belanglosen Ballast erfüllt war. Er präsentiert uns die faszinierende Reise der kleinen Ofelia, gefangen im Franco-Regime auf der der Suche nach Befreiung. Aufgaben hat sie zu erfüllen, um sich als verschollene Prinzessin zu beweisen. Untertänig ist sie zwei Herrschaften, ihrem grausamen Stiefvater Captain Vidal und einem mystischen Faun (nicht zu verwechseln mit dem griechischen Hirtengott Pan). Berauschend, wunderschön, erschreckend, fantastisch. Sprachlos staunend erreicht das Labyrinth des Faun eine Generation, die Märchen noch erlebte, und erschafft eine Poesie aus der Spirale von Tod und Leben.

Tagebuch eines Skandals

Das Zoe Hellers Roman „Tagebuch einer Verführung“ relativ schnell nach seiner Veröffentlichung in einen Spielfilm münden würde dürfte aufgrund der prekären Ausgangssituation niemanden überraschen. Allseits beliebt ist die Thematik, Lehrerin verführt Schüler, Schüler verführt Lehrerin, Lage wird brenzlig, Lösungswege verschließen sich. Patrick Marber, Drehbuchautor der mit sozialen Problemen seit “Closer – Hautnah” vertraut ist, greift sich Hellers schnörkelloses Buch, Richard Eyre streckt seine Griffel nach Cate Blanchett und Judi Dench aus, die er hoffnungslos versucht zu bändigen. Altmodisch ist das Ergebnis, im besten traditionellem Sinne, den der Film zu bieten hat. Hervorragende Schauspieler, straffe Dramaturgie, simple Story. Ein Ergebnis das sich sehen lassen kann.

Weitere Neustarts

  • Bordertown
  • Ghost Rider
  • In 3 Tagen bist du tot
  • La Vie en rose
  • Lonely Hearts Killers
  • Lotte im Dorf der Erfinder
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