Sperrt die Kinder ein

Nervige kleine Barbaren sind die lieben Brüder und Schwestern, Enkel, Cousinen und Cousins, Verwandtenwinzlinge, Nachbarsskater, Serienunterbrecher. Alles könnte bei ihnen so schön leicht sein, der beherzte, gar eingeprügelte Kinogang mit Mami und Papi, das freundliche Popcornschnauben vor Filmbeginn, die ruhigen Plaudereien im Werbejournal. Würde das eigentliche erwartungsvolle Produkt, der Film, meistens in einer der lächerlichen Freigabe ab 0 Jahren, nicht sein, wäre ein froher Abend der Eltern mit einem Höchstmass an Freude und Unterhaltungswut vorprogrammiert. Aber, und man ahnte welche Folgerung nun geführt wird, der Film beginnt eben doch noch. Ein großer Fehler aller Beteiligten, die den Kinosaal mutmaßlich 90 bis 120 Minuten später verlassen werden und nicht den Unterhaltungsspaß Nummer 1 bekommen haben. Außer es sollte eine Person geben, die Kindergequake als angenehme Abwechslung gegen Geld empfindet. Manchmal nahm Frau Soraly an, sie wäre das einzige Wesen in einer langen Gruppe der Menschheit, das gewissen Unmut gegen Filmsehende Kinder hegt. Nun, also doch nicht. Amerikanisch genial präsentiert „The Age“ die Top-Ten, warum die lieben Kidis lieber zuhause im Bett liegen sollten. Obwohl denen ja nie jemand etwas böses will:

„Children should not be allowed in cinemas. Please don’t take that the wrong way, especially if you are a kid. This is not an anti-kid tirade. Kids are wonderful and endearing and full of energy. Kids are our future and are also the best source of non-electronic entertainment we have.

But they also have their place and that place is at home watching new-release movies on DVD, not in the cinema sitting next to some hapless adult who is sitting through ‘Shrek the Third’ because he has to.

There are 10 key reasons why children should not be allowed in cinemas:
1. Kids can’t follow plots.
2. Kids ask lots of stupid questions.
3. Kids are loud.
4. Kids light up.
5. Kids don’t understand furniture.
6. Kids stare.
7. Kids make the weirdest sounds.
8. Kids kick.
9. Kids have lousy parents.
10. Kids are violent.”

Fürchterlich bestürzt starrt die Soraly diese bedeutungsvolle Liste nun schon länger an. Sie schämt sich ja eigentlich ganz entsetzlich für ihre Zustimmung gegenüber den zehn bunten Weißheiten, die viel eher von Moses hinfort getragen werden müssten. Vielleicht sollte der Plan in den Kinos reihumgehen, vor ihnen ausgehängt oder gleich die gesamte Verbotsaktion gestartet werden. Zum Glück erlebte Frau Soraly bislang weder Punkte 6 noch 8 (bei Tritten würde die Meute aber auch ordentlich durchgemischt werden), Numero 1, (zwei laut jetzigem Gesetz kaum nachprüfbar), 3, 4, 5, 7, 9, 10 dafür im Reißfluss. Für Polstermöbelhersteller bedenklich fährt die 5 auf rote Sitze ab. Ehrlich, selbst Erwachsene haben die richtige Ordnung auf den Teilen schon nicht gefunden.

2 Responses to “Sperrt die Kinder ein”


  1. 1 fernseherin Juni 14, 2007 um 5:40 pm

    Jaja, die lieben Kleinen … fragt sich, was schlimmer ist: Das oder die Motten, die bei meinem letzten Kinobesuch auf der Leinwand und manchmal auch auf dem Projektor (oder dem Fenster davor?) saßen. 😉

    Obwohl ich mir Shrek wirklich nur als Spätvorstellung ansehen würde. Prophylaktisch.

  2. 2 Soraly Juni 14, 2007 um 5:48 pm

    Oh, ich erkenne schon nicht mehr, ob Motten für das miese Bild verantwortlich sind oder die Filmverleiher. Ganz zu schweigen von der enormen Schärfe. Und nein, die Brille habe ich nicht vergessen 😉 .

    „Shrek 3“ soll ganz schrecklich sein, ist der dann noch schrecklicher mit oder ohne Knirpse?


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