Alvin und die Kanalratten

„They’re back & bigger than ever“. Ihr gefielen die kleinen Eichhörnchen einmal, sie liebte ihre hohen Piepsstimmen und in ihrer Art des kleinen Flohfängers luden sie grundsätzlich nur zum Knuddeln ein. Frau Soraly ging zwar leicht in die Jahre, sie sah die „Chipmunks“ nach Anbeginn der späteren Schulzeit kaum noch und doch, die Viecher stellten sich bis heute als ursympathisches Trio ein, altmodisch gezeichnet in soliden Kinderstorybögen, liebvoll an der Musik nagend. Bis heute hätte eine Bemerkung nur ein positives Fazit („Oh, die waren aber süß.“) eingebracht, bis heute, dem Tag an dem Tim Hill nach seinem animierten Garfield-Kackhaufen den Zusammenbruch einer ganzen bunten Welt forcierte.

Natürlich funktionierten die „Chipmunks“ in ihrer Altbackenheit rein technisch nur in zeichnerischen Welten, ihre einfache Verniedlichung war angewiesen auf zwei oder drei feine Striche, einen Farbhammer hinzu genommen und fertig waren die Figuren. Die Animation lebt auf anderen Grundsätzen, sie steht weit abseits der liebevollen Schraffierung wahrer Handarbeit. Trotz allem, „Alvin and the Chipmunks“ hätte anstandshalber mittelmäßig seine Runden in den Kinos kreisen, die heutigen Kinderzimmer noch einmal mit der alten fabelhaften Serie beglücken können. Herrgott, aber mussten es falsche Rapper in Lümmelanzügen, gemeingefährlich grinsend, werden, die in ihrer Anzüglichkeit im nächsten Moment den Supermarkt leer räumen? Der eine verschleiert von Kapuze, seine Kumpanen auf Cool, dem Motto des Films entsprechend „bigger than ever“ entsprechend, getrimmt, fetzige Gangsterklauen an den Füßen. „Here comes the trouble“. Hier kommen die Ganovenfrettchen.

Alvin and the Chipmunks

 

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4 Responses to “Alvin und die Kanalratten”


  1. 1 fernseherin Juli 8, 2007 um 11:23 am

    Der Typ auf dem Poster erinnert mich auf ungute Weise an Peter Alexander. 😉

  2. 2 Soraly Juli 8, 2007 um 11:32 am

    Das war noch vor meiner Zeit, glücklicherweise 😉 . Aber Jason Lee ist vom Wortschlag beunruhigend ähnlich.

  3. 3 fernseherin Juli 8, 2007 um 4:41 pm

    Sei froh (über das spätgeboren sein). 😉

    Obwohl es ja heute gar nicht mehr so richtig peinliche Sachen gibt, an die man sich ‚von früher‘ erinnern kann. Vielleicht David Hasselhoff?

    Mei, was habt ihr verpasst … 😉

  4. 4 Soraly Juli 8, 2007 um 4:45 pm

    Ob man Paris Hilton, Dauerflockwelle Silbereisen und den Bohlen unbedingt zu glorreichen Zeiten zählen sollte, steht aber auch im Raum 😉 . Da hänge ich, wenigstens ein bisschen, schon der „Früher war alles besser“-Mentalität an.


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