Kritik: Harry Potter und der Orden des Phönix

Harry Potter and the Order of the Phoenix
Großbritannien, USA 2007
Start: 12.07.07

Harry Potter und der Orden des Phönix

Regie: David Yates
Drehbuch: Michael Goldenberg
Darsteller: Daniel Radcliffe, Emma Watson, Rupert Grint, Michael Gambon, Imelda Staunton, Alan Rickman, Gary Oldman, Brendan Gleeson, David Thewlis, Bonnie Wright, James Phelps, Oliver Phelps, Maggie Smith, Ralph Fiennes, Richard Griffiths, Fiona Shaw, Jason Isaacs, Tom Felton, Emma Thompson, Robbie Coltrane, Helena Bonham Carter, Warwick Davis, Julie Walters, Robert Pattinson, Harry Melling

6/10 Punkte

Kritik: Es ist eine Tragödie, für diese Fabelwelt, die in weniger als einem Monat endgültig seine Pforten zuklappen wird, die seine großen Tore der Träume und Unmöglichkeiten unlängst zuschlägt und der Magie den Sarg anbietet. Die Trostlosigkeit wird gelenkt werden in Bahnen unendlicher Trauer, für jene fiktiven Zauberschüler, für alle realen Muggel, wie es im Latein der Magier so schön heißt, und es wird sich ein dunkles Tal finden, in dem Bücher und Filme wieder einkehren und auf Ewigkeiten verschwinden, an die nie mehr gedacht ward. „Harry Potter“ allerdings ist eine Ausnahme, ist der größte Wunsch eines jeden Autoren, denn er erschuf nicht nur seine Welt in aller Hingabe, er offenbart sie, er stellt sie bloß, er bindet in jeder Seite eines gelesenen Bandes. Sieben an der Zahl reichen kurzerhand noch die Finger um das Scharmützel in seiner Gesamtheit zu erfassen, fünf im Gegenwert einer filmischen Konstruktion, vier in differenzierten Tönen verschiedener Regisseure und ein Ende so nah es vorher nie erschien. Pünktlich schlägt die Turmuhr für eine fünfte Hingabe, „Harry Potter und der Orden des Phönix“ in cinematischen Grundbedingungen, sie schlägt genau und akkurat ein, doch ihr Schlag erklingt ein Stück zu konstruiert, in all ihrer Hingabe doch ein Stück zu spät und ausgetreten, als das eine mitreißende, von strukturierter Sicherheit übermannte, Parabel die Werft verlassen könnte.

Der dunkle Lord (Ralph Fiennes) ist es weiterhin, der erneut nach der fürchterlichen Schlacht vor nunmehr vierzehn Jahren zu neuer Stärke erstarkt, seine alte Scharr an Todessern um sich schert und endgültig und für alle Zeiten den Jungen der lebt, Harry Potter (Daniel Radcliffe), zur Strecke bringen möchte. Manipuliert von auferstehenden Schreckgespenstern stellt das feindliche Bildnis nahende Bedrohung dar, doch das Zaubereiministerium um Cornelius Fudge (Robert Hardy) geht mit der bemühten Absicht um, den neu erwachenden Staub weiter unter den Teppich zu kehren und solange ruhen zu lassen, bis der Maßnahme die Erschöpfung droht. Unter Vertuschung aller Tatsachen scheitert ihr Versuch Harry den Schulverweis aufzuzwingen, der in den Schulferien einen Patronus-Zauber zum Schutze von sich selbst und Cousin Dudley (Harry Melling) gegen zwei angreifende Dementoren gebrauchte, ihr Gegenzug allerdings erstreckt sich auf das gesamte Territorium von Hogwarts. Im Sinne der Beobachtung leitet Fudge Dolores Umbridge (Imelda Staunton) als Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste an, um Schulleiter Albus Dumbledore (Michael Gambon) besser in den Griff zu bekommen und seine Methodiken frühzeitig durchschauen zu können. Derweil gehen im Schulgebäude in aller Stille andere Machenschaften vor sich. Verzweifelt von den theoretischen Praktiken im Unterricht Umbridges bilden Harry, Hermine (Emma Watson), Ron (Rupert Grint) und weitere Schüler einen Bund, „Dumbledores Armee“ aus, um für das kommende Gefecht gerüstet zu sein.

Bemerkenswert schnell ziehen erwachsene Ernsthaftigkeit und kindliche Naivität in das Potteruniversum ein, sie wechseln grundlegend die Laufzeit des fünften Etablissements ab, sie kämpfen umeinander, wie Gut und Böse, Licht und Dunkelheit, wie der junge Harry Potter sein Leben lang mit Erzrivale Lord Voldemort den Tanz der Giganten aufführt. In der Natur dessen schlummert ein Hauptproblem, ein gut verdrängtes zudem noch, liegen die Entfernungen zwischen der anfänglich begonnen Struktur eines Kinderromans und dem Wandel zum Jugendepos klaffend auseinander, verschwimmen behütete Berührungspunkt immer mehr in einer zur Düsternis und Kälte verdammten Finalschraffur. Zerstritten in affektierten Rückblenden an die althergebrachte Neuartigkeit von Zauberei und Magie des ersten Teils, kuriosen Zwischenwürfen, den kleinen Witzigkeiten in einer fremden Welt, waltet grundlegend ein Prinzip von Angst und Terror, schließlich haftet der Serie seit den graumelierten Schleiern von Alfonso Cuarons „Der Gefangene von Askaban“ neuartige und erwachsene Bedrohung an. Der Lord also ist es, der zurückkehrt und erneut Wahnsinn und Chaos einstreut, er bildet wieder die Armee, sendet die ranzigen Dementoren unter seinen Fittichen aus. Wo ist sie, die gebeutelte Atmosphäre, wo bleiben Wut und Hass, wo ist das Dickicht Harry Potters, der die Vergangenheit in der Zukunft erneut heraufbeschwört?

Drehbuchautor Michael Goldenberg vergisst die Herkunft des Buches, in guten wie in schlechten Tagen. Er streift die allermeisten Töne nur, lässt anderes gerechtfertig aus dem Sog heraus, kreiert den Hauptstrang, und mit ihm die stärkste Passage, wohlgemerkt zum Glück sehr ausufernd, um „Dumbledores Armee“, die Zusammenkunft der jungen Zauberlehrlinge die die Verteidigung der dunklen Künste im Selbststudium voranbringen. Anders als seine überstrukturierten und angepappten Vorgänger verlässt er das Reich vom Besensport Quidditch, verzieht im Gleichzug die Miene vor zu viel Unterrichtsstunden, und setzt auf Zwischenmenschliches im ersten Ansatzpunkt. Fokussiert auf die Psyche Harrys schweift sein Blick in dieser sporadischen Auseinandersetzung selten auf die Männer hinter dem Zauberschüler, sie mühen und mühen ihre wenigen Minuten Spielzeit ab, und doch bleiben sie immer zurückgelassene Karikaturen aus den Büchern. Mit dem feinstem Kader Großbritanniens, umwerfenden Leistungen von Fiennes, Gary Oldman als Harrys Pate Sirius, hochprozentig perfekt die Severus-Snape-Verkörperung von Alan Rickman, ist mehr, viel mehr zu gewinnen, als kleine Cameos. In aller Deutlichkeit spiegelt dieser Punkt die konstante Haltung von „Der Orden des Phönix“ wider, der in einfachster Weise Magie und Zauberei tötet, nur das Notwendigste an den Platz lässt und teilweise einfach am Ziel vorbeiirrt, Emotionen und Gefühle in seiner flotten Abhandlung auf halber Strecke, obwohl er dem Leidensweg Harrys ungewohnt viel Raum einräumen sollte, vergisst.

Als bestenfalls Lückenfüller trifft die Beschreibung „Enttäuschung“ auf Joanne K. Rowlings Buch zu, der Film allerdings strickt in seiner einfachen Plotabhandlung selbst amüsanteste und intelligente kleine Abfolgen der schier wahnsinnigen Seitenanzahl von über 1000 in eine komplett andere Richtung, legt Haupt- und Seitenblicke anders, ist mit der Masse an Informationen und Seeleneinflüchten schlicht und ergreifend überfordert. Dem neuen Mann am Steuer ist eine Beachtung zu Teil geworden, die er noch nicht bereit ist zu tragen, die unruhig daher watet, ein überfrachtetes Schiff steuert und eine Karte voller Zwickmühlen dabei trägt, den winzigen Vermerken versucht Folge zu leisten. Kleinigkeiten en masse stob Rowling in ihr fünftes Fragment, erstmals einen weit entfernten Bogen auf eine unüberwindbare Endschlacht zusteuernd, sie allein verzettelte sich schon in den groben Auswüchsen gereifter Protagonisten, den Zuständen von Pubertät und engstirnigem Kampfgeflechten. Welch Buchunkundiger soll das Dargebotene noch verstehen? Das Aufgebot an zu verfilmbaren Sequenzen zieht in Breite und Länge, von Vornherein bricht der Gedanke eines unverfilmbaren Schaubilds durch. Ein Schaubild, und es stiehlt in jeder Sekunde sein Angesicht durch die düstere Atmosphäre, dass eine Verfilmung nur nach sich ziehen, die in epochalen Bildschlachten, Elementen seichter Horrorfragmente, enden kann und es im Falle „Der Orden des Phönix“ auch bereitschaftsvoll vollendet.

Unterworfen, in aller Hinlänglichkeit besonders in dem ersten Viertel von „Harry Potter und der Orden des Phönix“ zutraulich, ist es David Yates Wille, Charme, magische Aktivitäten, Zauberei, in die Dunkelheit einzubringen. Sein offensichtlicher Fehler besteht in seiner unbedingten Devise, es dem Publikum ins magietreue Gesicht zu werfen, Erwachsenheit im kindlichen Ritus vorzutäuschen, obwohl die Struktur von Düsternis und Unbehagen all die hellen Lichter überstrahlt und ihr Dasein sich nur als berechtigt und unwiderlegbar einfügt. Eine passende Anbindung des britischen Humors, und beileibe ein Stück weit besteht er in diesen Fugen noch, gelingt ihm einzig mit der Beharrlichkeit sie eben nicht offensichtlich zu präsentieren und einzuspannen, sie in der Zwischenzeit von schnellen Duellen kurz und bündig in den Trog zu ziehen. Das Wechselspiel Rowlings ihre Leser an den Hauptcharakteren zu messen, wachsen zu lassen, ist von Yates’ Unverständnis, seiner rohen Vorgehensweise als frühreifer Regisseur geprägt, der in der Verständigung seiner vielen zu Rande gezogenen Stile oftmals Plan und Absichten vollkommen vergisst. Eine Prise Thriller hier, ein Laibchen Drama dort, eine Klamotte an anderer Stelle, flugs schnell den Horror ausgrabend, die Richtungen wechseln, wie die mächtigen Nebenprotagonisten, am Rande zur Schau gestellt.

Das angedrohte Fiasko, die Merkmale von stumpfinnigem Witz und verhaschten Buchsträngen, sie verschwinden nie in kompletter Länge, aufgrund des ausufernden Stils auch ein Ding der Unmöglichkeit, sie verstecken sich jedoch zwischenzeitlich hinter der straffen und atemlosen Schnelligkeit der alptraumhaften Sequenzen. Yates versteht allerwenigstens, wie er Langeweile auf Dauer ausklammert und fetzend, aber nie überdrüssig seine Spezialeffekte springen lässt. Eine umwerfende Kreation in rätselhaften grünen Tönen birgt das Finale in der Ministeriumsabteilung, der Showkampf, die unglaublichen Zaubereffekte der großen Magier Lord Voldemort und Dumbledore spielend. Seiner Atmosphäre, die bis auf kurze Umschwünge konstant dunkel gehalten wird, ist es „Der Orden des Phönix“ zu danken, dass sein Eindruck nicht im grottenschlechten Trog verschwindet, sondern zweigleisig fahrend noch eine Note dazu verdient, die Dunkelheit, die hier an die Spitze der Potterskala getrieben wird. Fehlend bestätigt sich dennoch der Wunsch einfach Cuaron wieder an die Säbel zu holen, den Mann, der Teil drei in ungeahnte Höhen trieb und allem, Darstellern, Effekten, Geschichte genügend Freiheiten einräumte, der wusste, welch Qualitäten aus Büchern auf anderer Leinwand erscheinen können.

Autorin

12 Responses to “Kritik: Harry Potter und der Orden des Phönix”


  1. 1 Twig Juli 12, 2007 um 9:15 pm

    Eine sehr schön Kritik. Großes Lob.
    Komme selbst gerade vom Kino und muss sagen: „Ich bin begeistert“.

    Eine wundervolle Verfilmung, eines sehr guten Buches!
    Mir kam der vierte Film etwas zu schnell vor und abgehackt – diesen Fehler macht „Der Orden des Phönix“ nicht.

    Imelda Staunton spielt die bitterböse Umbridge einfach nur genial. Dennoch bleibt die größte Überraschung Evanna Lynch als Luna Lovegood. Sie spielt ihre Rolle so perfekt, dass man meinen könnte das sie die Figur nicht spielt sondern Luna Lovegood in Wirklichkeit ist. Grandios. Ich will mehr von ihr sehen!

    Emma Watson und Rupert Grint haben sich weiterentwickelt und spielen richtig gut. Daniel Radcliffe legt aber eine katastrophale Leistung hin. Schlecht gespielt hat er schon immer – im „Orden des Phönix“ ist er eine einzigste Katastrophe.

    Der neue Potter begeistert mit seinen alten und neuen Figuren (allen voran Evanna Lynch – Daniel Radcliffe sollte man aber schnell
    vergessen), grandiosen Effekten und einem spektakulären Finale!

  2. 2 Soraly Juli 15, 2007 um 3:49 pm

    Sehr wohl, in Teil 5 ist nichts mehr von der Abgehacktheit früherer Teile zu sehen und hören, nur die Mittel zu diesem Ziel sind extrem verurteilungswürdig. Mit Zeitungsausschnitten muss immer wieder eingegriffen werden, um die Geschichte schlüssig zu gestalten, Handlungsstränge werden auf eine Minimum reduziert und verlieren an Fahrt und der Magie und Innovation früherer Filme.

    Yates hat mit Buch 5 sicherlich ein extrem schwieriges Teilchen erwischt und sicherlich ist es ihm mit seinen begrenzten Möglichkeiten gelungen teilweise ein Maximum herauszuholen. Aber ebenfalls sind die Löcher zu einem wirklich hervorragenden Film dann doch stopfungsbedürftig. Und bitte: Weg mit Radcliffe. Ich hatte schon keine Lust mehr seine miserable Leistung anzuprangern.

    Weiters fehlen mir diese großen, fantastischen Nebenfiguren. Ein Jason Isaacs nur wenige Minuten, Rickman (wieder ganz hervorragend) leider auch. Nur Frau Staunton erhielt zum Glück mehr, ein wahrer Gewinn. Ebenfalls (und sehr buchgetreu) Evanna Lynch. Sehr gute Performance. Von wirklicher Schauspielerei oder einer Bewertung für diese Sturmtruppe muss aber abgesehen werden. Es bestand in sich zu wenig Spielzeit, als dass von einer „Leistung“ gesprochen werden könnte.

    Finale, gutes Stichwort. Rasant geschnitten, nur das Herz fehlte. Mich tangierte es peripher, was mit Mr. Oldman dort passierte.

    Wie viele Zauberbesen drückst du dafür ab, Twig?

  3. 3 Twig Juli 16, 2007 um 4:50 pm

    Ach, ich drücke keine Zauberbesen ab, sondern Zauberstäbe 🙂

    Ich schwanke zwischen 7 und 8. Morgen werd ich es aber genau wissen, da ich nochmal bei diesem wundervollem Wetter ins Kino renne, um mir nochmals Staunton und Lynch anzusehen (Nein. Nicht David Lynch sondern Evanna Lynch) 😉 .

    Ps: Vor Radcliffe graut es mich jetzt schon! Ach, noch was: Fand Emma Watson mit zusammengebundenen Haaren so toll 🙂 .

  4. 4 Soraly Juli 16, 2007 um 4:59 pm

    Oder meinst du eine/einen dieser Lynch-Frauen und -Männer?

    Wundervoll, pah. Eine Höllenhitze schlägt hier um, da wünsche ich mir liebend gern in Snapes Keller festzusitzen.

  5. 5 Twig Juli 16, 2007 um 5:09 pm

    Hui. Nein, ich meine schon die Evanna Lynch 🙂 .

    Wundervoll – ganz genau.

  6. 6 Twig Juli 17, 2007 um 10:03 pm

    Nun komme ich aus dem Kino und muss gestehen ich habe ein zweites Mal den neuen Potter gesehen.

    Einen katastrophalen Radcliffe, eine manchmal stümperhafte Inzenierung von Yates und ungeklärte Fragen (für Kenner des Buches definitv nicht!) macht den fünften Film zu einem soliden Potter Streifen.

    Dennoch 7 Zauberstäbe, da mir das Schauspiel des restlichen Cast sehr gut gefallen hat (Emma Watson, Imelda Staunton und Evanna Lynch haben mir nun noch besser gefallen). Und ein schön rasantes Finale!

    Wer verfilmt den nun den „Halbblutprinzen“? Ich denke wieder David Yates, oder? Ich wünsche mir aber Alfonso Cuaron wieder… Er soll mein Lieblingsbuch verfilmen!

  7. 7 Soraly Juli 18, 2007 um 7:05 am

    Also doch der Begeisterung abtrünnig geworden.

    Stümperhaft trifft es hervorragend, zu schnell und wenig ausufernd kommt Yates Verfilmung teilweise daher. Das Finale mag ansprechend der Gestaltung wegen ausfallen, die Emotionalität des Buches allerdings, erreicht er auf keinen Fall, wirkt eher regungslos und über motiviert.

    Cuaron will, durfte bisher kein zweites Mal, Newell will, sollte aber kein zweites Mal (nicht für die letzten zwei Verfilmungen), Yates äußerte bisher kein Interesse, wird aber vielleicht noch einmal, Columbus will vielleicht, wird aber eher in den nächsten Kerker geworfen, als dass er jemals wieder den Potter anfasst.

  8. 8 Robert Juli 23, 2007 um 3:13 am

    Hab den Film am 01. Spieltag angesehen da ich es kaum erwarten konnte. Ich lebe in Edmonton, Canada und habe ihn im Originalton gesehen. Im Gegensatz zum letzten Teil war ich begeistert auch wenn aufgrund der vielen Seiten des Buches auch hier wieder ein schnelles Tempo reingelegt wurde. Aber es geht nunmal nicht anders, es sein denn man legt direkt Fest 30 Potterfilme zu drehen aber das wäre ganz schön bescheuert.
    Fast alle Figuren waren ja wieder dabei und man sieht schon wie erwachsen sie geworden sind. Die beste Schauspielerische Leistung und auch die interessanteste und rausragensde Figur in diesem Teil fand ich allerdings Luna Lovegood alias Evanna Lynch. Nicht nur das sie mit ihrem total mystischen Auftreten eine erfrischende Abwechslung bietet sondern sie bringt auch als einzigste Figur noch etwas Fröhlichkeit und Farbe in die düstere Magiewelt. Sie passt einfach in die Potterwelt wie der Deckel auf den Topf. Und was ich sehr interessant finde, sie lässt sich nicht von anderen reinreden oder umstimmen, bleibt immer ruhig und glaubt an Harry. Zudem man nicht abstreiten kann, das sie die hübscheste Person von allen darstellt, sie sieht einfach umwerfend aus und übertrumpft Hermine und die anderen bei weitem. Hoffe das sie in den nächsten zwei Verfilmungen noch einige gute Szenen kriegt. Auch wenn es nach dem 7. Buch nicht so ausschaut wäre meiner Meinung nach Luna die beste Frau für Harry gewesen.

    Also, alleine für Evanna lohnt es sich den Film anzuschauen (auch mehrfach 🙂

    Gruß aus Canada,
    Robert

  9. 9 Soraly Juli 23, 2007 um 7:41 pm

    Viele Grüße auch zurück nach Kanada 🙂 . Ich hoffe doch sehr, von dir da drüben auch demnächst vor Deutschlandstart von ein paar Filmen zu hören. Ihr Kanadier geht im Filmdschungel doch leider immer zum Teil unter.

    Ja, die Lynch (und auch wenn der erste Eindruck bei mir immer noch nach David schreit) ist etwas wirklich feines, und ein Talent auch entfernt vom Potter-Hype. Taff, unerwartet buchtreu, absolut mehrmals sehenswert. Und das sagt eine Frau, die sich eher nach Snape und Sirius sehnte 😉 .

  10. 10 alex August 6, 2007 um 2:11 pm

    Hallo zusammen

    Meine absolute Lieblingsfigur ist Dumbledore. Was Gambon leistet ist gut und recht, aber ich habe das Gefühl, er verkörpert einen anderen Dumbledore als in den Büchern, den Rowling beschreibt Albus als Mann, der offensichtlich immer Herr der Lage ist, er wirkt immer selbstsicher, souverän, hat ein Pokerface aufgesetzt. In den Filmen verliert Dumbledore allerdings manchmal seine „contenance“, ist wütend oder brummig.
    Ich habe mir gedacht, vielleicht hat das mit dem Medium Film zu tun: ein Dumbledore wie in den Büchern beschrieben, wäre im Film vielleicht nicht glaubwürdig, oder was meint ihr?
    Zum Trio: Es ist faszinierend zu lesen, dass ihr Radcliffe’s Leistung als ungenügend beschreibt. Denn ich dachte eher, dass Watson bisher ein wenig dürftig spielte, und mimisch nicht mehr drauf hatte als die Augenbrauen zu verziehen. Wahrscheinlich hängt das mit auch mit dem Erwartungseffekt zusammen: wir wissen, dass die drei „Schauspielerlehrlinge“ sind und schauen daher genauer hin. Ich bin aber auch sicher: was euch wirklich stört, ist die vergleichsweise fahle Buchfigur, der Radcliffe ja getreu entspricht. So gesehen macht er einen guten Job.

  11. 11 Soraly August 6, 2007 um 4:31 pm

    Ich kann dir nur zustimmen, Alex. Gambons Leistung ist gut, aber weit entfernt von der ruhigen und sanftmütigen Präsenz der Buchfigur. In Hinblick auf Band 7 allerdings ein Stück näher an Rowlings Kern, als bislang angenommen. Die Erstbesetzung mit Richard Harris hätte auf längere Zeit eine weitaus bessere Buchtreue erwiesen, mit dem akuten Umschwung, den Rowling jedoch zuletzt wagte, ist der Hang zum „absoluten“ Darsteller (wie ihn Harris meines Erachtens verkörperte), hingegen verloren gegangen.

    Radcliffe erfährt immer mehr den Fluch einer Leinwandadaption. Seine Rolle im fünften Film ist schlichtweg, selbst für einen routinierten Darsteller, furchtbar vielseitig, emotional an allen Enden in die Extreme gehend. Radcliffe ist nicht die Top-Besetzung, könnte durch einen besseren Schauspieler ersetzt werden. Die unüberwindbare Hürde bleibt aber bestehen: Harry Potter ist von Rowling ausschweifend portraitiert worden. Darin liegt für jeden Schauspieler eine Herausforderung.

    Die wenigen Szenen von Watson empfand ich als akzeptabel, keine Meisterleistung, aber durchwegs passabel. Viel mehr ist aus ihrer, zumindest mit dieser Spielzeit, nicht heraus zu holen.

  12. 12 Gela September 2, 2007 um 7:17 pm

    Hallo miteinander

    nachdem ich den Film das erste Mal gesehen hatte, dachte ich nur: oh Graus. Na gut, meine Faszination für Potter basierte auf Film Nr. 1, der im wahrsten Sinne des Wortes „zauberhaft“ ist.
    Film 5 ist für mich der enttäuschendste Teil bisher, und da greife ich die erste Kritik auf: Die besten Darsteller haben in der Tat nicht mehr als „Cameoauftritte“, was sehr zu bedauern ist, da sie mich durch ihre schauspielerischen Fähigkeiten mit manchen Macken in den Filmen wieder versöhnen können – was mich vor allem wegen Rickman schmerzt, den ich für die tragendste Figur halte, – aber ich habe mit dem Mann ja eh Pech … (mal die Tränen unterdrücke, wenn ich an Band 7 denke…)
    Natürlich ist HP UDODP das mit Abstand längste Buch, und natürlich beginnt da bereits der Vorspann zum Finalkampf.
    Und genau so natürlich kann man nicht alles reinbringen in einen Film, der nun mal nur eine bestimmte Länge haben darf – wobei ich mich immer wieder frage, ob die Produzenten nicht auf die Idee kommen, dass das Pubklikum auch locker Überlängen verkraften und wünschen würde.
    Am meisten stört mich, dass in diesem Film einfach keine heiteren Aspekte mehr durchkommen – selbst das Feuerwerk der Weasly-Zwillinge ist noch dunkel gehalten, so wie der ganze Film dunkel ist. Man fragt sich, wie dann erst Film 6 und 7 aussehen werden…
    Luna Lovegood ist auch für mich die eine tolle neue Figur, und unglaublich gut dargestellt.
    Aber sonst: Nein, weiterempfehlen würde ich den Film wohl nicht, was mich aber nicht davon abhalten wird, mir auch noch die beiden letzen anzuschauen – es sollte jetzt eigentlich nur noch besser werden können.
    Lieber Gruß Gela


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