Kurzkritik: The Cell

USA, Deutschland 2000
Start: 23.11.00

The Cell

Regie: Tarsem Singh
Drehbuch: Mark Protosevich
Darsteller: Jennifer Lopez, Vince Vaughn, Vincent D’Onofrio, Jake Weber, Dylan Baker, Marianne Jean-Baptiste, Patrick Bauchau, Catherine Sutherland, Jake Thomas

7/10 Punkte

Kritik: Eine neuartige Methode ermöglicht es Psychiaterin Catherine Deane (Jennifer Lopex) in das Hirn des skrupellosen Serienmörders Carl Stargher (Vincent D’Onofrio) einzudringen, der bislang sieben junge Frauen auf bestialische Art und Weise auf dem Gewissen hat. Sein achtes Opfer, Anne Marie Vicksey (Catherine Sutherland), schlummert während Starghers eingetretenem Koma noch immer in einer hermetisch abgeriegelten Zelle, die sich langsam mit Wasser füllt. Als letzter Ausweg, um die Frau lebendig zu finden, beschließt Deane sich in die surrealen Seelenwelten Starghers einzuklinken.

„The Cell“ überzeugt als visueller Psycho-Thriller, der durch seine gelungene Düsternis im ansonsten stereotypen Hintergrund eine faszinierende Facette der menschlichen Seele beleuchten kann. Das sein Hauptaugenmerk dabei aber nicht den Rhythmus findet, den abnormalen Serienmörder zwischen naiver Kindlichkeit und wahnsinniger Gewalttaten ernsthaft zu beleuchten, ist einzig Regisseur Tarsem Singh anzukreiden, der ebenso wie der Zuschauer Jennifer Lopez’ offensichtlichen äußeren Qualitäten mit Haut und Haar verfällt. Ihre Leistung ist kaum mehr als passabel einzustufen, jedoch merklich ein Gewinn für die Traglast und Spannungselemente des Films. Mitunter versehen mit einer ausgesprochen offenherzigen Blutrünstigkeit gewinnt Bildgewalt vor Handlung, ein nicht immer verständlicher Kompromiss, der in seinem stetigen Wechsel nicht auf Dauer halten kann, was er verspricht.

Autorin

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4 Responses to “Kurzkritik: The Cell”


  1. 1 bullion August 5, 2007 um 5:55 pm

    Die Kritik trifft meiner Meinung nach genau den Kern von „The Cell“. Als Serienmörderfilm versagt das Werk, doch als visueller Trip in eine düstere Traumwelt ist er grandios.

  2. 2 Soraly August 5, 2007 um 6:19 pm

    Ist dir eigentlich bekannt inwiefern „The Cell“ bei Pro7 in der 16er-Version geschnitten lief? Ich war heute Morgen relativ erstaunt, als ich gesehen habe, dass der Director’s Cut mit seinen zwei Minuten mehr eine Freigabe ab 18 erhalten hat.

    Wobei ich mir trotz allem nicht vorstellen kann, was denn um Himmels Willen noch an überdeutlichen Szenarien hinzukommen könnte (bei herausgedrehten Gedärmen langt’s mir dann auch mal). Immerhin eine hervorragende Einstimmung auf „Alien“.

  3. 4 fernseherin August 7, 2007 um 3:50 pm

    Da sind wir ja einer Meinung. Im Kino war ich schon ziemlich erschlagen von den Bildern (im positiven Sinn). 😉


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