Von Lämmern und Verwischungseffekten

Michael Clayton

Es ist soweit. Nunmehr können Hollywoods Hochglanzstudios einem Politthriller sogar ein mehr schlecht als rechtes Poster besorgen, und die Billigkeit dessen zu hervorragenden Marketingzwecken verwenden. Denn George Clooney, ob unkenntlich, ob sterilisiert, ob als Nahkampfwaffe nutzlos, taugt selbst in der Version „Ich seh dich, du mich nicht“ als eigenwillige Schraffur über roten Lettern. Der Photoshop-Filter könnte falsch eingestellt worden sein, die Kamera im falschen Moment zur falschen Zeit den Drücker gegeben haben. Trotzdem ist das verwischte Etwas eine direkte und deutliche Stellungnahme für das am 15. November erscheinende Erstlingswerk von Tony Gilroy, bislang immerhin als Drehbuchautor für die „Bourne“-Reihe und „Im Auftrag des Teufels“ tätig. In der Hässlichkeit des Posters für „Michael Clayton“, den George Clooney im Film verkörpert, bereits eingeflochten erscheint die Botschaft, das verschwommene und zerstörte Bild von Claytons Leben, der als Handlanger einer New Yorker Anwaltskanzlei den unschönen Part hinter den glänzenden und schönen Facetten übernehmen muss. Über Sammelklagen und gescheiterte Karrieren.

Vollständige Besetzung
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