Punk is not ded.

Gesprochen, zerronnen. Zerrt sich doch allerhand in die Latschen des Oscars. Fatih Akin für Deutschland mit „Auf der anderen Seite“ jedoch steht im Winde einer übersinnlichen Macht: „Persepolis“.

Persepolis

Marjane ist acht Jahre alt, als der Schah aus dem Iran vertrieben wird und die Mullahs die Macht an sich reißen. Fortschritt und Freiheit bleiben auf der Strecke, als im Zuge der Islamischen Revolution Tausende im Gefängnis landen und Frauen gezwungen werden, Kopftücher zu tragen. Doch die rebellische Marjane denkt gar nicht daran, sich dem rigiden Regelwerk zu unterwerfen. Viel lieber entdeckt sie Punk, ABBA und Iron Maiden und macht erste Erfahrungen mit Jungs. Sie ahnt nicht, dass ihr spielerischer Protest gefährlich ist – nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Familie. „Persepolis“ ist erstens ungewöhnlich, zweitens außerordentlich und drittens ausländisch. Wenn da nicht die kleine Stimme am Rande schreiend steht und in einem Singsang leise bemerkt, dass „Persepolis“ genauestens wohl aus Frankreich stammt, den schwarz und weißen scheinheiligen Kontrast bevorzugt und sonst die Autorität eines Graphic Novels besitzt, wohl, weil er auf einem Comic, so sagt es doch das Klima frei heraus, basiert.

Seine Brillanz fordert einen haushohen Sprung in die Nominierten des „fremdsprachigen Film“, in jedem Falle, nicht nur in seine Teilnehmerliste aus Frankreich; doch eine Märchenhochzeit ist aus Gewinnern und prunkvollen Streifen gemacht, die manches Mal so unheimlich gut sind, dass alles Gold erzittert und vor Funkeln im Halse stecken bleibt.

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