Die Hälfte des Mannes

Informationen müssen zurück gehalten werden – manchmal. So sah und sieht es momentan mit dem vermutlichen Kandidaten für den „Besten fremdsprachigen Film“ Israels bei den „Acadamy Awards“ aus, der bereits in großer Munde war: „The Band’s Visit“. Mit der hervorragenden Botschaft seiner Teilnahme bewegt das restliche Feld ein Raunen und Stöhnen, das kaum zu bremsen ist und seine Erschöpfung in der kleinen Winzigkeit findet, die seine israelischen Rivalen ausschöpfen. Seine Dialoge nämlich nutzt das Mär von einem verlorenen Polizeiorchester zu einem Großteil Englisch als Hauptsprache; somit dürfte „The Band’s Visit“ laut dem offiziellem Reglement der „Oscars“ in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ nicht antreten. Wie allerdings ist der Unterschied zwischen 49 Prozent und 51 Prozent fremdsprachiger Dialoge zu bemessen? Zählt die Minute oder Sekunde? Zählen Wörter statt Silben? Schreien Rivalen lauter als exzellente Kandidaten?

Ein Faktum steht fest in Stein gemeißelt: „The Band’s Visit“ ist ein solch gigantischer kleiner wunderbarer Auftritt israelischen Kinos, dass es wahrlich eine Schande wäre, ihn so hanebüchen die Teilnahme zu verwehren. Es wäre die siebte Nominierung, es wäre der erste Gewinn für Israel.

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