Aus der Sendeanstalt

Soeben sagten die Herren des „C.S.I Miami“ doch geradewegs zu einem erfolgsgeilen Sensationsberichterstatter, der den Fall eines enthaupteten Wichtes aufrollen wollte: „Das ist wohl ein Möchtegern-Michael-Moore.“

Nun stellen sich folgende Fragen: Wie „Möchtegern“ kann ein Michael Moore noch sein? Wenn ein solch hoffnungsloser Typ nicht „Möchtegern“ ist, was dann? Was wäre das Gegenteil von „Möchtegern“? Denn ein Michael Moore ist Möchtegern-Journalist (obwohl der heutige Journalist allgemein hin auch nur noch als „Möchtegern“ ausgezeichnet wird), Möchtegern-Dokumentarfilmer (obwohl Dokumentarfilmern beileibe eine minderwertige Stelle zukommt) und Möchtegern-Klatschreporter (obwohl Klatschreporter in jedem Falle „Möchtegern“ zu einer neuen Begrifflichkeit zusammenfassen). Das bedeutet, er bezieht schon wieder so viele Möchtegern-Stellungen in einer Person, dass er tatsächlich originell wirkt.

Nun sei dem eines hinzugefügt: „Möchtegern“ bezieht sich in negativer Form auf eine vollkommene Persönlichkeit, Sache oder sonstiges Pipapo. Ob Michael Moore also Gott darstellt?

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