CEREALITY erreicht ihr ab sofort mit Schmackes und Visionen unter: http://www.cereality.net/

Drei K’s: Kino, Kritisieren, Kollabieren.

Frau Soraly

Die Autorin nennt sich flugs immer die Soraly (oder Frau Soraly), bewundert sie schließlich die manisch depressiven Beschwörungsformeln der dritten Perspektive. Sie fantasiert liebend gern über ihr Dasein in einer eher passiven Form, lieber rücksichtlich als direkt geradlinig. Unvorbereitete Wege sie in freier Wildbahn zu erleben gibt es hinsichtlich ihrer beiden Haupttätigkeiten (Arbeit und Arbeit, Definition: Paranoide Programmierung und Freimütiges Gesülz) in großem Bogen selten, ist ihr Wesen breit eingestreut in meist engen, dunklen Räumen, oder stickigen Kannibalenhäusern. Als Lebefrau isst sie sich an kostspieligen lynchesken Breitbildformaten satt, stattet appetitlichen Schinken (bedeutet: alles zwischen den Räumen Aronofsky und weiteren Vagabunden) immer gern Besuche ab. Experimentell verfolgt sie Straßenpläne, schreitet Filmfestivals in unbedeuteten Zahlen (da allgemein wahnsinnig) ab, mutiert zum prominenten Internet-Worker, der die Tastatur lieber unter den Fingern, als in Gedanken (obwohl angenehm, aber kontraproduktiv) bearbeitet. Verhältnismäßig schwach ausgeprägt ist das sinngemäße Däumchendrehen. Alles sofort, alles zur Stelle.

Das promovierte „CeReality“, Auftraggeberin Frau Soraly, erwischt sich als opulente Inhaltsangabe für den pflichtbewussten Hollywood-Feind, oder den Möchtegern-Hollywood-Feind, oder den unregelmäßigen Hollywood-Bekannt-Ausreißer. Prall erzeugt „CeReality“ zumeist täglich neue Ständchen im Kanal, zeugt von Interessenbewusstsein und der natürlichen Gier, alles besser zu wissen (merke: alles sofort). Hauptgebieter der bestimmenden Philosophie ist die kritisierende Kritik, ein Stichwort das zu kritisieren gebietet und die Kritik zur Kritik treibt. „CeReality“ bedeutet die Realität („Reality“), die cineastische („Cinema“) zu sehen („see“), im reinsten und vollkommensten Gebot des wahren und alltäglichen. Es gibt keine Regeln im Film, keine Auflagen auf die Reine des Abzuliefernden. Glen Norton sagte in weisen Worten einmal:

„We might as well ask „What is life?”, for film, like life, is made of moments; moments in time, held aloft for our perusal, imprinted on our soul, and then brought back to us from time to time as a memory – by an event, a vision, a sound, an emotion. The separation becomes trivial – cinema is life, and life cinema: around us, beside us, inside us. The cinema, then, is not to be consumed with haste; films are not to be digested simply as they unfold, like some plastic-wraped fast-food. Created by light and celluloid, they live only in our minds and in our hearts, savoured both during and after the fact. Projected onto the screen and into our consciousness, where they are replayed over and over – continually re-discovered artefacts which are constantly changing us. What, then, can we say is truly real? A memory? An event? A celluloid image? The answer lies in the cinema. All is real. Nothing is impossible.“

Ein Leitspruch ward geschaffen. Weise Buchstaben fügten sich zusammen zu den Worten der kommenden Symphonie, die geschaffen werden sollte. Fortan flossen in „CeReality“ Inspiration, der Glaube an träumerische Fantasien, wie die Macht Ziele zu setzen, sie zu erreichen, sie in Beschlag zu nehmen, an ihnen Kritik zu üben. Sommer und Winter, Oscar und Palme, Hollywood und Cannes, sie fürchten sich nun vor den groben unbeholfenen Worten, die aus der Soraly heraus sprießen, die sich nicht in Zurückhaltung üben wird. Ihr kann geschrieben werden, ohne die Fronten des Hauses zu verschließen oder weiter zu öffnen. Schreibt dem Tyrannen, der barbarischen Piratenbraut. Schreibt ihr kritische Worte, eigens Lob, vielfältige Vorschau-Wünsche, umfangreiche Informationen, Vergessenes. Kommentiert offiziell, traut dem liebsten Mail-Programm inoffiziell.

5 Responses to “About”


  1. 1 steffen Oktober 14, 2007 um 9:23 pm

    verdammt guter blog. verdammt gut abschweifende und selbstverlorene texte. danke.

  2. 2 as November 7, 2007 um 10:51 pm

    saugut die schreibe hier. werde ich mal verlinken. respekt

  3. 3 nölleserbe November 26, 2007 um 3:44 pm

    Ich nenn das Hegel für Arme…

  4. 4 soso März 1, 2008 um 2:31 am

    nicht ganz steffen und nicht ganz nölleserbe

    ich lese in den rezensionen nicht so sehr etwas angestrengt philosophierendes. aber die texte sind bisweilen derart abschweifend von ihrem eigenen gegenstand, daß es die aussagekraft der filmkritik irgendwo verliert, along the lines… österreichischer einfluß vielleicht ?

  5. 5 Helmut Montag Oktober 19, 2008 um 3:04 pm

    ja wann gibt es denn mal was neues hier ?


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s





%d Bloggern gefällt das: