Archive Page 2

Kritik: Sherlock – Staffel 1

Regie: Paul McGuigan, Euros Lyn
Drehbuch: Mark Gatiss, Steven Moffat
Darsteller: Benedict Cumberbatch, Martin Freeman, Una Stubbs, Rupert Graves, Louise Brealey
Laufzeit: 90 Minuten
Verleih: Polyband

6/10 Punkte

Kritik: Eine der kürzlich aufgeworfenen Indizien um die Tiefe, mit der Holmes den westlichen Kulturkreis beherrscht, fordern Steven Moffat und Mark Gatiss als Schöpfer der Serie „Sherlock“, und ihrer wilden Wut die holmes’schen Tropen nicht ausschließlich den Werken von Doyle zu entleihen, sondern zwischenzeitlichen Adaptionen. Der Diskurs entfacht Holmes als Soziopath mit Suchtproblem, der Fälle lediglich verfolgt, um seinen Intellekt zu stimulieren und keinen Gedanken vergibt an die Leben, die zahlreich auf dem Spiel stehen.

Die vollständige Kritik findet Ihr hier.

Kritik: The Congress

Kinostart: 12.09.2013

Regie: Ari Folman
Drehbuch: Stanislaw Lem, Ari Folman
Darsteller: Robin Wright, Harvey Keitel, Jon Hamm, Paul Giamatti, Kodi Smit-McPhee, Danny Huston, Sami Gayle, Michael Stahl-David, Michael Landes, Sarah Shahi
Laufzeit: 122 Minuten
Verleih: Pandora Filmverleih

9/10 Punkte

Kritik: Wie Ari Folmans Vorgängerwerk ist „The Congress“ eine Mischung aus Spiel- und Animationsfilm. Ein intelligenter, philosophischer Film mit einer dichten und anspruchsvollen Story, die herausfordert. Ein Film, welcher nicht nur Freunden von Fantasy und Science-Fiction ans Herz zu legen ist: trotz oder gerade wegen seiner beeindruckend surrealen Bilder. „The Congress“ ist definitiv einer der Höhepunkt dieses Kinojahres, weil er so erfrischend anders ist und das Potenzial zum Klassiker bietet.

Die vollständige Kritik findet Ihr hier.

Kritik: Deadwood – Erste Staffel

Regie: Walter Hill, Davis Guggenheim, Alan Taylor, Ed Bianchi
Drehbuch: David Milch, Malcolm MacRury, Jody Worth, Elizabeth Sarnoff, John Belluso
Darsteller: Timothy Olyphant, Ian McShane, Molly Parker, Brad Dourif, W. Earl Brown, John Hawkes, Paula Malcomson, Dayton Callie, Leon Rippy, William Sanderson
Laufzeit: 60 Minuten
Verleih: Paramount Home Entertainment

8/10 Punkte

Kritik: South Dakota, 1876. Männer sind Männer, Frauen sind Prostituierte, und Schweine tun, was sie am Besten können: die Überreste erschossener Versager fressen. Das Land ist karg und spärlich um das Lager namens „Deadwood“ im Territorium der Sioux; dem brandenden Mythos Amerika und seiner zerfleischenden Poesie, jeder könne in einem Atemzug Herr eines Landes werden. Sie trinken und spielen, töten und tricksen, gehen einander mit Wollust an die Gurgel.
Dabei lallen die Produkte dieses Westernfirmaments eigentlich in einem hochgesinnten, beinahe shakespeareschen Stakkato sich gegenseitig Salben garstig strukturierter Dialoge entgegen. Eine Erzählung der Schwanzlutscher und Hurensöhne ersteht in David Milchs „Deadwood“.

Die vollständige Kritik findet Ihr hier.

Kritik: Trance

Kinostart: 08.08.2013

Regie: Danny Boyle
Drehbuch: Joe Ahearne, John Hodge
Darsteller: James McAvoy, Vincent Cassel, Rosario Dawson, Danny Sapani, Matt Cross, Wahab Sheikh, Mark Poltimore, Tuppence Middleton, Simon Kunz, Michael Shaeffer
Laufzeit: 101 Minuten
Budget: 20.000.000 $
Verleih: Twentieth Century Fox of Germany GmbH

3/10 Punkte

Kritik: Ertränkten die kleinbürgerlichen Abziehbilder „Trainspotting“ (1996) und „Lebe lieber ungewöhnlich“ (1997) die Trostlosigkeit in Drogeneskapaden und hoffnungsfroher Amoral, erweitert Danny Boyle das Schreckenskabinett des Ekels in „Trance“ mittels durchsiebter Genitalien und nicht nur im übertragenen Sinne kopfloser Mobster. Dabei hängt die Kamera unentwegt fürchterlich schräg, und das spitz zurückgeworfene Licht der Glasfronten flirrt der eigenen bedeutungslosen Symbolik entgegen, die Boyle mit schwangerer Melodramatik in den üblich rauschhaften Ästhetizismus überführt. Das Kalkül hinter dem anfänglichen Minimalismus ist simpel, wie ein Boyle häufiger ist, aber leider auch dümmlich dreist, wie ein Boyle zugegeben seltener ist.

Die vollständige Kritik findet Ihr hier.

Kritik: Das ist das Ende

Kinostart: 08.08.2013

Regie: Evan Goldberg, Seth Rogen
Drehbuch: Seth Rogen, Evan Goldberg
Darsteller: James Franco, Jonah Hill, Seth Rogen, Jay Baruchel, Danny McBride, Craig Robinson, Michael Cera, Emma Watson, Mindy Kaling, David Krumholtz
Laufzeit: 107 Minuten
Budget: 25.000.000 $
Verleih: Sony Pictures Releasing GmbH

6/10 Punkte

Kritik: Trotzdem ist „Das ist das Ende“ großartige Unterhaltung und neben „The World’s End“ die größte Hoffnung im Comedy-Bereich dieses Jahr. Ein großartiges Finale beendet den Film genauso gut, wie er begonnen hat und macht glücklich, ihn gesehen zu haben. Ohne Frage hat der Film Schwächen, diese sind aber zu verkraften und als Unterhaltungsprodukt irrelevant. Dank der Schauspieler und der kompromisslosen Geschichte, die weder Fragen stellt, noch Antworten gibt, ist das Absurde stets vorrangig. Und eben dieses Absurde hält den Humor auf einer guten Distanz zur Niveaulosigkeit.

Die vollständige Kritik findet Ihr hier.