Archive for the '– starts' Category

Kinostart: Nightmare Before Christmas

Captain Jack is back. Ein kleines Summen ist es doch: „Nightmare Before Christmas“ kehrt am 06.12 zurück in die Lichtspielhäuser. In den gespenstischen Hauptrollen des, dem Wahn nahem, Musicals im Puppenkostüm, spielen Skelette, Kürbisse und andere Klamotten im Vorrang auf ein nahes Weihnachten und vergangenes Halloween. Ein Heidenspaß in 3D. Von Tim Burton.

Kinostart: Michael Clayton

„A somewhat far-fetched, melodramatic ending restores some self-esteem to Clayton. But not before we have seen the weariness and anger chip away at that handsome face.“ (über „Michael Clayton“, eine Kritik des „Guardian“)

Vermutlich ein brillanter Schachzug, viel eher banale Taktik. Tony Gilroys Regiedebüt „Michael Clayton“ mit einem überaus großartigen George Clooney, einer Kappe voll Schauspielkaliber, Intrigen, Irrungen, Indizien wandert in den Dezember. Der ursprüngliche Kinostart am 15.11.07 vertagt sich um fast einen Monat auf den 13.12.07 und räumt den Fluss des politischen Überdrucks, der mit „Von Löwen und Lämmern“ in eben jenem November vermittelt werden sollte. Es ist nicht auszuschließen, dass aufgrund der hervorragenden Kritiken das Tempo minder gedrosselt in den Monat der Auszeichnungsschmarotzer überläuft. Wobei allem Marketing zum Trotz die Nominierungen der „Golden Globes“ ebenso am 13.12.07 bekannt gegeben werden, allein des geringen Bekanntheits- und Interessengrades von Seiten der Öffentlichkeit also mit unwesentlich höherem Besucheraufkommen gerechnet werden muss. Die Strategie dahinter: Unsinn. Wenn eine Person die Werbetrommeln ordentlich schütteln, mixen und aufrühren sollte, dann George Clooney.

Starttermine – 01.10.07

Frau Soraly ist ein Cyborg, aber wer nicht? Wenn die Starttermine baumeln, kann schlecht von einer trostlosen Saison des Grauens gesprochen werden. Obwohl das Fallobst Interviews en masse absondert, ist die Einöde in ihrer Gebärdensprache aber zweigeteilt, wie es schon die zweigeteilte Frau in ihrem Zauberkabinett des Schiwago putzmunter mitmachte. Es ist schon ein Leid, einen Mord für zwei friedlich auszuführen und trotz allem: Charlie Bartlett könnte kaum herzlicher strahlen und bei dem feurigen Lars und seinem Püppchen ungestört vorüber ziehen. Denn ein Graus wäre es wohl, die 30 Tage der Nacht ohne ein Wort zu verbringen. Dem Wohl, Frau Soraly sei doch kein Zombie oder technischer Firlefanz. Aber wir kennen das im Tale des Elah nur zu gut: alles Gute kommt von vorn. Außer die Leinwände wälzen die Seiten.

30 Days of Night (08.11.07)
1 Mord für 2 (20.12.07)
• Die Zweigeteilte Frau (10.01.08)
I’m a Cyborg, but that’s ok (17.01.08)
Lars and the Real Girl (17.01.08)
In the Valley of Elah (06.03.08)
Charlie Bartlett (27.03.08)
Interview (03.04.08)

Kinostart: Die Band von Nebenan

Meine Freunde, eine Empfehlung für den 31.01.08: „The Band’s Visit“, offizieller Kandidat für den „Besten fremdsprachigen Film“ aus Israel bei den achtzigsten „Academy Awards“, der nun mit „Die Band von Nebenan“ zwar typisch, aber kaum so unheilvoll, wie zuerst vermutet, eingedeutscht wurde. Empfehlung, Empfehlung!

Starttermine – 25.09.07

Da klotzt er wieder, der Hass: Frau Soraly schreit bei dieser schreckensgrauen Landschaft in den letzten Filmmonaten im Jahre 2007 – ein Jahr, so viel schlechtere Filme es in einem Gemisch mit alten Hasen des Regiegebietes kaum je gegeben hat. Doch es fällt eine gutmütige Haltung ab, mit den urplötzlich verzeichneten Verschiebungen, die auf frischer Tat ertappt werden. Unlängst zuerst bleibt eine kleine Sensation bestehen: David Cronenbergs „Eastern Promises“ bleibt auf dem Platze am 27.12, nur mit anderer Betitelung „Tödliche Versprechen“. Was denn im filmischen Jahr 2008 so alles tödlich enden könnte ist die fehlgeschlagene Eindeutschung „Eine Sekunde nur“ des ursprünglichen „Reservation Road“, der nach wie vor am 13.03 startet, eine Sekunde später als die zurück geschobenen Schreihälse „I’m not there“ (31.01) und „Die Liebe in Zeiten der Cholera“ (21.02). Beileibe, die sind ja alle im Grab.

Starttermine – 13.09.07

Frau Soraly sagt in wenigen Sätzen, was in nächster Zeit neues auf der Kanzel wuchert. Hach, warum nur nicht immer so leicht? Woody Allens „Cassandras Traum“ (bleibt „Cassandra“ oder „Kassandra“ oder „Ckassandra“, falls die Herrn Verleiher uneinig sind: Fragt die Soraly) startet am 03.01.08 (verschoben von November), „Planet Terror“, der zweite „Grind House“-Anlauf wird einen Tag auf den 02.10.07 verrückt, „3:10 To Yuma“ (hervorragender Western aus dem Hause Mangold) stiehl in der Vorweihnachtszeit genau am 13.12.07 die Show. „Margot und die Hochzeit“ hat allerhand minder Gründe in Freude zu verfallen. Ein Starttermin wurde doch glatt gestohlen.

Blut um singendes London

Sweeney Todd

Des Nachts streift er durch die Straßen. Dunkel das Meer von schwarzen Seen, dunkel sein Haar, durchzogen von einigen weißen Streifen. Später wird es in blutiger Röte schimmern, vom Schwung eines Rasiermessers zerzaust. Ein Ruck und seine Opfer fielen dahin, den Hals aufgeschlitzt und die Kadaver gebacken zu Fleischstücken. „Sweeney Todd“, der dämonische Friseur, schlich durch London. Doch weder Ignoranz, noch leergefegte Geschichtsbücher konnten Tim Burton, einen Schlächter des Normalen, dem Künstler des Bizarren, davon abhalten, ein Musical über Todd in filmische Maße zu versetzen. „Sweeney Todd“ kommt mit Johnny Depp und einer R-Freigabe (entspricht dem Deutschen „ab 16“) daher. Und sein Fegefeuer leuchtet am 21.02.08 vor den Oscar-Festspielen in deutschen Lichtspielhäusern. In der kalten Winterszeit ein Genuss bester Fleischwaren.